Vogel-Stiftung zeichnet Wirtschaftsjournalisten aus

Rainer Luyken (DIE ZEIT), Philipp Grammes (Bayern 2) und Marc Bauder

(WDR-Fernsehen) haben in diesem Jahr die Hauptpreise der Friedrich

und Isabel Vogel-Stiftung erhalten.


Die diesjährigen Wirtschaftsjournalistenpreise der Vogel-Stiftung gehen an insgesamt sieben Preisträger. Vergeben wurden drei Hauptpreise (je 5.000 Euro), zwei Anerkennungspreise (je 3.500 Euro) und zwei Nachwuchspreise (je 2.500 Euro) für herausragende Wirtschaftsbeiträge in Druckmedien, Hörfunk und Fernsehen. Bei der feierlichen Verleihung in der Frankfurter Niederlassung der WestLB hielt Nikolaus Brender, Chefredakteur des ZDF, die Gastrede.

Hauptpreise

  • Reiner Luyken, DIE ZEIT
    "Die Welt im Ei" (Ausgabe vom 26. Juni 2008)
    Urteil der Jury: Weltwirtschaft – heruntergebrochen auf einen einzelnen Bauern, einen einzelnen Käufer auf einem Bauernmarkt in Schottland. Das beschreibt Reiner Luyken in seinem ZEIT-Artikel "Die Welt im Ei". Wie es kommt, dass ein Farmer seine Hühnereier von einem Tag auf den anderen zu 50 Prozent höheren Preisen verkaufen muss, und was Kansas, Chicago und die EU damit zu tun haben, das zu erklären leistet der Artikel in einer spannenden Reise durch die Welt.

  • Philipp Grammes, Bayerischer Rundfunk, Bayern 2 (Radio)
    "Blühende Landschaften: Wie Kommunen aus Niederbayern schlaue Unternehmer fördern"
    (Weitwinkel, 15. Dezember 2007)
    Urteil der Jury: "Blühende Landschaften" ist eine außergewöhnlich gute Reportage über einen kreativen Weg der Wirtschaftsförderung durch kommunale Verwaltungen. Der Beitrag zeigt, dass auch Bürokratien mit Initiative, Kreativität und Sachkenntnis über die vielen Fördertöpfe eine positive Wirtschaftsförderung betreiben können. Dadurch konnten vor allem kleinere und mittelständische Betriebe und Unternehmen mit Finanzspritzen aus öffentlichen Kassen profitieren. Besonders reizvoll ist, dass unter Umgehung des Landes und des Bundes die Förderung aus EU-Mitteln angezapft wurde.

  • Marc Bauder, Westdeutscher Rundfunk (Fernsehen)
    "Der Top-Manager" ("Menschen hautnah", 10. Oktober 2007)
    Urteil der Jury: Der Vogel-Preis für den besten Fernsehfilm geht in diesem Jahr an einen Autor, der Wirtschaft in seiner halbstündigen Dokumentation so erfahrbar gemacht hat, wie man es sich überhaupt nur vorstellen kann: Er hat die Familie eines Top-Managers und den Top-Manager selbst über Monate hinweg beobachtet und befragt. Herausgekommen ist ein beeindruckendes Dokument der Nähe, und ein Abbild einer Situation, die vielen Menschen zwischen Beruf und Familie vertraut sein dürfte.



Anerkennungspreise

  • Jürgen Dahlkamp/Jörg Schmitt/Dinah Deckstein
    "Die Firma", DER SPIEGEL (16/2008 vom 14. April 2008)
  • Cornelia Böcker/ Marita Knipper
    "Internetspionage"; WDR 5, (Dok 5 – Das Feature, 26. Mai 2008)


Nachwuchspreise

  • Ulrich W. Hanke
    "Energie-Mix der Zukunft", Stocks – Das Schweizer Anlegermagazin
  • Kirsten Ludowig
    "Keine Gefangenen", Handelsblatt


Die Nachwuchspreise verstehen sich als Zuschuss zur Teilnahme am INSEAD Business Journalist Seminar am Campus Europe, Fontainebleau, oder zu eigenen Recherchereisen ins Ausland.

Hintergrund

Leitfigur für Dr. Friedrich Vogel und seine Frau Isabel war Ludwig Erhard, dessen Idee der sozialen Marktwirtschaft der Handelsblattgründer und Journalist mit seinen Publikationen unterstützte. Darin sah er seinen Beitrag zum Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten deutschen Wirtschaft. Seine Ideale leben in der 1984 gegründeten Vogel-Stiftung weiter, die jährlich Wirtschaftsjournalisten für ihre beispielhaften Arbeiten auszeichnet. Die Isabel und Friedrich Vogel Stiftung dankt der WestLB für die freundliche Unterstützung bei der Verleihung der Vogel-Preise 2008.

Die Bewerbungen für den Vogel-Preis 2009 können ab sofort wieder eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2009.

Pressekontakt

Nicole Germeroth

Nicole Germeroth

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