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Bertha Benz-Preis für Ingenieurinnen
Für herausragende Promotionen sollen Ingenieurinnen mit dem
Bertha Benz-Preis der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung
ausgezeichnet werden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird
jährlich einmal vergeben. Stichtag für Nominierungen ist der 15.5.2009.
Ingenieurinnen in ihrer Berufswahl zu bestärken, ist das Ziel, das die Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung mit der Vergabe des Preises verfolgt. Denn Natur- und Ingenieurwissenschaften sind - wenn auch nicht mehr so ausschließlich wie zu Zeiten der Bertha Benz - Männerdomänen geblieben: Weniger als 20 Prozent der Studenten sind Frauen. Dabei ist das Technikinteresse der Studentinnen in den letzten Jahren stärker geworden. Aber selbst die Frauen, die sich für ein Technikstudium entschieden haben, betrachten ihre Einkommens- und Karrierechancen skeptisch. 40% der Ingenieurstudentinnen befürchten einen schwierigen Start in den Beruf, 50% befürchten, bei der Stellenvergabe diskriminiert zu werden. Tatsächlich arbeiten sehr viele ausgebildete Ingenieurinnen nicht als Ingenieurin oder in einem technischen Beruf. Dies haben verschiedene Untersuchungen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ergeben.
Mit der Benennung des Preises nach Bertha Benz erinnert die Stiftung an eine Frau, die bereits vor über 120 Jahren ein Leitbild für Frauen war. Cäcilie Bertha Benz, geb. Ringer, war Zeit ihres Lebens von Technik begeistert und hat sich immer wieder über die gesellschaftlichen Vorurteile gegenüber technischen Interessen von Frauen hinweggesetzt. Noch mit 84 Jahren sprach sie in einem Radiointerview mit großer Sachkunde über die technischen Probleme bei der Erfindung des Automobils. Diese Begeisterung war der eigentliche Antrieb ihres Einsatzes für die Erfindung des Automobils, des Lebenswerks ihres Mannes Karl Benz. Bereits vor der Hochzeit steckte sie ihre Mitgift in sein Unternehmen. Sie testete gemeinsam mit ihm neue Motoren. Und schließlich unternahm sie 1888 mit ihren beiden Söhnen die erste Fernfahrt mit einem Auto. Bertha Benz gilt deshalb heute als Pionierin der Automobilgeschichte.
In Anerkennung dieser Persönlichkeit und zur laufenden Erinnerung an solcherart vorurteilsfreie Einstellung zeichnet die Gottlieb Daimler und Karl Benz-Stiftung jährlich eine junge deutsche Ingenieurin aus, die mit ihrer Doktorarbeit einen hervorragenden Beitrag in einem Gebiet der Ingenieurwissenschaften geleistet hat. Der Preis wird jeden Sommer bei der „Bertha Benz-Vorlesung“ in der nordbadischen Benz-Stadt Ladenburg verliehen.
Die Stiftung ruft Präsidenten und Rektoren deutscher Universitäten mit ingenieurwissenschaftlichen/technischen Studiengängen und Promotionsrecht sowie Leiter von Forschungsinstituten dazu auf, bis zum 15. Mai 2009 geeignete Kandidatinnen zu nominieren.
Pressekontakt
Nicole Germeroth

Leiterin
Kommunikation &
Öffentlichkeitsarbeit
im DSZ – Deutsches
Stiftungszentrum
Tel.: (0201) 8401-204
Fax: (0201) 8401-255
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